Der Blutpakt ist eine LARP-Gemeinschaft von Gruppen und Fraktionen, welche zusammen auf den fiktiven Kontinent „Mitraspera“ der Veranstaltungsreihe „Mythodea“ Präsenz- und Onlinespiel betreibt.
Blutgard
Die „Stadt der hundert Gesichter“. Heimat des Blutpaktes, ist ein Hort der Widersprüche. Als das Elementarvolk der Akata die Stadt Heolysos nach dem Untergang ihrer Brüder, der Lona verließ, wurde die größte Metropole Mythodeas zur Geisterstadt. Durch den Pakt als „Blutgard“ neu besiedelt, leben dort heute Stämme direkt neben Söldnerkompanien, Tiermenschen neben Magierfürsten. In Palastgärten stehen Jurten, und auf dem doppelten Ringwall wehen die Blutbanner. Einst in Marmor und Ziegel gekleidet, trägt die Stadt nun ein neues, wilderes Gesicht.
Denn die „Stadt ohne Gesetze“ ist sie zwar nicht mehr, aber Blutgard ist noch immer ein anarchischer Ort. Unbedingter Freiheitsdrang hatte den Blutpakt einst hierhergetrieben, und noch immer schätzen sie es nicht, wenn ihnen jemand Vorschriften machen will. Der Provisorische Rat mischt sich nur selten ein – Fraktionen und Clans beherrschen die Straßen, und allein das Wort der Blutmarschalle vermag die Stadt wirklich zu einen.
Wer den Zahn nicht trägt, sollte ohnehin so manche Viertel meiden – oder sich gute Freunde suchen. Denn dies ist die Stadt des Paktes: Auswärtige, mit Ausnahme der Akata, mögen als Besucher willkommen sein, wirklich heimisch aber können sie nie werden.
Der Blutpakt ist ein manchmal wilder, oft widersprüchlicher, aber immer kampfbereiter Zusammenschluss verschiedenster Gruppen von in und außerhalb Mythodeas, der in Blutgard seine neue Heimat gefunden hat. Freiheit steht hier im Vordergrund – der Pakt kennt keinen Adel und nur das Nötigste an Regierung.
(Originaltext: Simon Faber, 23.08.2018)
Verkündungen der Stadt Blutgard
Volk der Akata eingeladen, zu siedeln:
Blutgard - Das Elementarvolk der Akata wird vom Blutpakt ausdrücklich eingeladen, wieder in der Stadt Blutgard (vormals Heolysos) zu siedeln, wenn
sie dies wünschen. Hierzu bemerkte [Blutmarschall einfügen]: “Die Akata haben die Stadt Heolysos einst aus Schmerz und Trauer über den Verlust ihres Schwesternvolkes der Lona aufgegeben, und diese
Entscheidung ehren wir. Doch wenn Angehörige des Volkes beschließen sollten, zurückzukehren und an unserer Vision einer erneut zum Leben erblühenden Stadt teilhaben wollen, so sind sie herzlich
eingeladen. Selbstverständlich gilt für sie nicht, dass in Blutgard nur Blutpaktler siedeln dürfen, und selbstverständlich soll ihnen ein jeder Besitz übereignet werden, den sie als den ihren
beanspruchen. Dafür sorge ich notfalls persönlich!”
Verbot des Dienerbefehls nun auch für Blutgard
Blutgard - Eingedenk der Prinzipien von Freiheit und Selbstbestimmung, welche das Fundament der Stadt darstellen, hat der Provisorische Rat der Stadt beschlossen, dass gegenüber eines Elementarvolkes das Aussprechen eines sogenannten “Dienerbefehls”, also das Ausnutzen ihres inneren Zwangs zu unbedingtem Gehorsam gegenüber allen, die sie als Abkömmlinge der alten Herrscher erkennen, ohne Ausnahme verboten wird. Eine solche Tat wird behandelt wie jeder andere magische Kontrollversuch auch. Hierzu bemerkte ein Sprecher des Rates: “War das jemals ‘ne Frage? Ich mein’, Blutgard ist die Stadt der Anarchie! Natürlich lassen wir nich’ zu, dass hier einer irgendwen zu was zwingt. Wer sowas macht, der kann froh sein, wenn es vor’m Rat landet, bevor ihn der Mob erwischt!”
Geahndet wird ein solcher Rechtsbruch, wie alle anderen Straftaten im Pakt auch, mit einer Strafe, welche der Schädiger dem geschädigten drei Mal vorschlagen darf. Stimmt dieser auch dann noch nicht zu, wird der Rat der Blutbannerträger etwas festlegen, was sich bisher fast immer als ebenso blutig wie einfallsreich erwiesen hat.
(Originaltext: Simon Faber, 05.06.2018)