Herzlich Willkommen bei der IG Söldnergilde Waldsolms
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Handel zwischen Porto Leonis und Blutgard [1220]

Ein Abgesandter aus Porto Leonis -Emardan- wartet im Vorhof des Handelsministeriums auf ein Gespräch mit dem amtierenden Handelsminister von Blutgard -Wolf-.

 

Wie so häufig, muss dieser nun allerdings durch einen Mitarbeiter auf abends vertröstet werden.

"Nehmt Euch ausreichend Trank und Fleisch, der Leiter des Handelsministerium kommt etwa zur 21en Stunde aus seiner Arbeitsstube und empfängt Euch dann."

Emardan: „Aber natürlich, gerne warte ich. So es ein gutes Angebot geben möge.“

 

Auf dem Schreibtisch des Handelsministers von Blutgard liegt eine kleine Notiz, nur ein paar Stunden vor dem Gesandten aus Porto Leonis eingetroffen:

„Mein lieber Herzog, wenn der Bursche aus Porto Leonis eintrifft, dann bringe ihn gut unter. In der Oberstadt nach Möglichkeit, aber überall am Decumanus hinauf ist es vertretbar.

Nur, um der Götter der Vernunft willen, nirgendwo auch nur in der Nähe der Hungerlöcher, oder des Halbling-Viertels. Die ethnischen Säuberungen dauern immer noch an, und wir sollten keine Auswärtigen unvorteilhafte Eindrücke entwickeln lassen, bis die letzten Aufstände niedergeschlagen wurden.

Wir haben, wenn deine Zahlen stimmen (stimmen deine Zahlen? Sag mir nicht, ich muss wieder einen Quästor schicken), dann haben wir bisher noch sofort alles verkauft, was Blutgard produziert hat.

Du kannst ihm also sagen, er muss sich keine Sorgen machen:

Unsere Ware ist frisch, und bis diese korrupten Irren in Holzbrück das ganze Lager aus verwaltungsrechtlichen Gründen ins Meer kippen, wird noch mindestens ein Jahr vergehen.

Wenn er nach dem Obsidian fragt, jubele es einfach hoch wie den Gamser – du kannst das gut.

Die Klingen sind von exzellenter Qualität - so scharf kann man nur noch Zwergenstahl schleifen, aber lange nicht so präzise. Ich war auch sehr erfreut, dass sie sie für nur ein wenig Mehrarbeit höchst vortrefflich serratieren können, was bei dem Patienten eine signifikante Steigerung des heilsamen Schmerzempfindens bewirkt; wenn Porto Leonis an derlei modernen Medizintechniken Interesse haben. Aber auch ohne diese Verbesserung gelingen damit höchst präzise Schnitte, was den Verlust an Fleisch bei Amputationen wie auch Wundkorrekturarbeiten auf ein noch nie gekanntes Minimum reduziert.

Nur für den Kampf sind sie gänzlich untauglich – ach ja, wenn diese grölenden Barbaren mich noch einmal mit der „epischsten Klinge aller Zeiten“ belästigen, dann werden sie getunkt.

Unser Obsidian ist zu kostbar, um es für irgendwelche albernen Spielereien zu verschwenden. Ansonsten mach einen guten Preis, und sorge dafür, dass wir nicht irgendwelchen Tand aufgeschwatzt bekommen. Und sei vorsichtig: Diese Leoniden sehen vielleicht bieder aus, aber das sind ganz gerissene Hunde.

(Notiz: Das darf der Gesandte natürlich keinesfalls zu hören kriegen).

Da kannst selbst du noch was lernen. Aber ich bin sicher, dass schaffst du.

Ein guter Abschluss, und ich sehe nicht so genau hin, wenn es um „Sondereinfuhrgebühren“ und „handelsministeriale Vorausabgaben“ geht."

 

Etwas verspätet, tief in der Nacht, kommt ein Bote zu dem Gesandten aus Porto Leonis und lässt den Handelsminister entschuldigen. Der Bote soll ausrichten, dass alle Übernachtungskosten des werten Gastes aus Porto Leonis, plus Spesen, vom Handelsministerium getragen werden und einem Treffen am morgigen Tage nichts im Wege stehen sollte. Eine Schriftrolle mit zur Verfügung stehenden örtlichen Ressourcen wird ebenfalls überreicht: „Obsidian, auf dass wir das Monopol haben, Stahlbarren, Erz, verschiedene Präzisionswerkzeuge und einen ganz exquisiten Schnaps.“ Weiterer Text: „Das Angebot hat uns erreicht, dass Ihr Waren anbieten könnt, welches uns beim Bau verschiedener Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur und des Wohlbefindens der Bevölkerung weiterhelfen kann: Holz, Werkzeuge und Zement. Dieses Angebot sind wir natürlich nicht abgeneigt.“

Als kleines Präsent wird ebenfalls eine Flasche Schnaps (Goldener Gamser) übergeben, exquisite.

 

In der Unterkunft nahm sich Emardan dem Schnaps an. Genüsslich wurde der Goldene Gamser getestet und auf den nächsten Tag gewartet. Am Morgen wurden die Materialproben vorbereitet und eingepackt.

 

- Im Handelsministerium: -

Wolf: „2x Holz, Werkzeuge und Zement, für Obsidian und Stahlbarren?“ „In der Zwischenzeit zeige ich Euch unser Präzisionswerkzeug, Heilerbesteck. Für eine nähere Beschreibung bitte ich den Oberbürgermeister Chattras einige Worte zu verlieren.“

Emardan: „Ehrenwerter Handelsminister Ihr beschämt mich mit eurer Großzügigkeit. Jedoch präsentiere ich Euch mit Stolz eine Probe unseres Bauholzes.“ Jemand brachte eine Bohle aus Eiche herein. „Dies ist aus leonitisvher Eiche 3 Jahre abgelagert und somit direkt zum Bau zu verwenden.“ Er ließ sich einen Hammer und Nagel reichen. „Ihr könnt gerne die Qualität der Werkzeuge und der Bohle gleichzeitig testen. Ich erachte es als eine Ehre Euer Angebot zu erhalten, doch überzeugt Euch von unseren Waren. Somit würde ich Euch vorschlagen ein Lot Holz und Werkzeuge gegen Eisen, Erze und Obsidian. Die Lagerzeit unserer Waren in Holzbrück beträgt noch mindestens ein Jahr. Wie lange dürfen eure Waren noch lagern, bevor sie gelöscht werden?“

 

Mit drei festen Schlägen versenkt Wolf drei Nägel ins Holz. „Wahrlich ein Holz von guter Qualität, so scheint es.“ Er winkt einen Mitarbeiter zu sich und erkundigt sich beim Geschäftspartner, ob er die Proben zur zugewiesenen Fachabteilung zwecks näherer Prüfung geben darf. Dieser nickt. Im Gegenzug lässt er die Ware Obsidian bringen.

 

Wolf: „Obsidian steht hoch im Kurs. Ein wahres Luxusprodukt. Wie kaum ein anderes Gestein lässt es sich zu diamantscharfen Werkzeugen verarbeiten, wenn man die Produktionsstätten dazu hat.“ „Der Blutpakt stellt wohl lieber Waffen als Werkzeuge her, Messer, Bögen, Äxte, sogar Schilde.“ „Auch zu Schmuck lässt sich Obsidian sehr gut bearbeiten. Aber Ihr könnt euch selbst ein Augenschein von machen. Schaut euch die Ware an und stellt ruhig Fragen.“ „Übrigens, …“ Wolf winkt und bekommt einen kleinen Tisch gebracht, darauf Heilerbesteck. „dieses Präzisionswerkzeug ist ebenfalls aus Obsidian gemacht, prüft ruhig die Schärfe. Die Ware, welche wir in dieser zollverbuchten Marke haben, ist aus unterschiedlichen Materialien. Dieses Obsidian-Heilerwerkzeug ist quasi das Juwel darunter.“

 

„Schade, dass heute der währte Herr Oberbürgermeister noch keine Zeit für uns gefunden hatte, er kann wirklich formschöne Beschreibungen für dieses Heilerbesteck finden.“

„Es ist schon spät. Übernachtet noch einmal auf unsere Kosten und seid euch eines weiteren Goldenen Gamser gewiss.“ „Und überdenkt, mein Vorschlag. Holz, Werkzeuge und Zement für Stahlbarren und Erz, wenn Ihr das Obsidian wollt, dann wären zwei Ladungen des Holzes angemessen.“ „Am morgigen Tage wollen wir uns in der Fabrica Ilhardt die Stahlbarren mal anschauen. Dann bekommt ihr auch die lieferrelevanten Daten.“

 

Emardan: „Ihr seid zu gütig. Ein wahrer Ehrenmann. Er holte etwas aus seiner Tasche. Dies ist ein Gewürzwein von den Südhängen von Porto Leonis. Ein Vollmundigen Roter Cuvee aus erlesensten Trauben welche wir aus dem Reich der Rosen dem Norden und dem Westen bekamen. Es gibt noch keinen Namen für den edlen Trunk. Ich werde über das Werkzeug nachdenken. Wie ist zu desinfizieren?“ …

 

Wolf: „Bezüglich der Handhabung und Reinigung kann Euch der Oberbürgermeister näheres sagen. Dieser sollte morgen zu uns stoßen, mal sehen, immerhin ist er fast so beschäftigt wie ich. Die Auslastung des Amtes eben." Wolf zwinkerte. „Habt übrigens großen Dank, für die namenlose Köstlichkeit. Ich werde sie mit Hingabe probieren."

 

- In der Fabrica Ilhardt: -

Wolf begrüßt seinen Gast aus Porto Leonis bekannt freundlich und führt ihn in die Fabrica Ilhardt. Es war laut und geschäftig innerhalb der Schmieden.

Wolf: „Seht selbst, hier könnt ihr Euch davon überzeugen, dass nicht einfach nur simples Roheisen unser Angebot ist, sondern von der Reinheit her, wohl eines der besten Eisen von Mythodea.“ „Wenn ihr diese Stahlbarren beachtet, betrachtet auch diese Hallen hier. Wir schreiben das 3. Jahr der Besiedelung von Blutgard und haben schon viel geleistet. Stellt euch vor, welch ein florierender Handel zwischen uns in den kommenden Jahren entstehen könnte.“ „Der Transport von Stahlbarren ist wohl, auf Grundlage des reinen Gewichtes, etwas komplizierter als der von etwa Holz oder Bauwerkzeuge.“ Wolf sagt noch einen weiteren Satz, doch dieser geht in der Geräuschkulisse der Örtlichkeit unter.

 

An einen ruhigeren Ort angekommen, wartet Obst, Wein und einige kleine Schnapsgläser mit Goldenen Gamser auf die Beiden.

 

Wolf: „Eigentlich wollte auch der Friedens-Minister, Domhal von Tanas sich bei uns einfinden, diesem liegt die Fabrica Ilhardt sehr am Herzen. Doch so wie der Oberbürgermeister ist dieser momentan etwas verhindert, wegen Geschäften in der Stadt, welche nicht warten konnten.“ „Nun ja, dann zum Geschäftlichen hier bei uns,“, Wolf bietet den Gast ein Schnapsglas an, „nehmt ruhig zuerst einen Schluck. Habt ihr Zeit gefunden, über mein freundschaftliches Angebot nachzudenken?“

 

Emardan: „Ja natürlich hatte ich Zeit darüber nachzudenken. Es ist wirklich ein sehr verlockendes Angebot, allerdings kam ich ein wenig ins Grübeln. Wir würden von euch hochwertiges Rohobsidian, hochwertiges Roherz und Stahlbarren erhalten. Es erschien mir ein wenig ungerecht. Ihr erhaltet von uns verarbeitete Werkzeuge aus meisterlicher Manufaktur, Zement, was auch ein verarbeitetes Produkt ist und in Mythodea nicht oft vorkommt. Was das Holz angeht, handelt es sich um 3 Jahre gelagerte Baubretter.“ „Über die Qualität konntet ihr euch schon selbst ein Bild machen. Wenn ich von diesen Werten ausgehe, würde ich Euch vorschlagen Ihr bekommt von uns die drei verarbeiteten aufwendigen Produkte und wir erhalten zwei verarbeitete und zwei Rohprodukte im Gegenzug. Macht euch um den Transport keine Sorgen, wenn wir euch die Waren liefern, werden unsere Kutscher sich um den Transport aus Holzbrück kümmern.“ „Eine beeindruckende Maschinerie habt ihr hier. Ein wenig erinnert mich dies an unsere Hütte. Ich sehe, hier könnte mindestens gleichwertiges Material wie bei uns verarbeitet werden.“

 

Emardan schluckte kurz, war er nun zu forsch gewesen? Immerhin sprach er mit dem Blutpakt. Sie sind legendär für ihre Brutalität. Hatte der Erste, Ulrich, nicht erzählt, dass sie wegen einer Waffe fast einen Krieg mit ganz Mythodea angefangen hätten.

Darüber hinaus sollen sie Leute schon für weniger forsche Forderungen gevierteilt und gefressen haben. Er hoffte inständig, dass sie seine Produkte brauchten und ihn das heil wieder hier rausbringen würde.

Wolf bemerkte beim letzten Satz seines Gegenübers ein kurzes Stocken in der Stimme. Er hoffte mit seinen nächsten Worten genau in diese Lücke, in der doch sonst so makellosen Deckung des Mannes aus Porto Leonis zu stoßen.

 

Wolf: „Nun, ich würde liebend gerne den ganzen Tag mit Euch über den Wert des Preises der Waren debattieren, doch sollten wir bald zu einem Abschluss kommen.“ „Ich fürchte um Eure Sicherheit, solltet Ihr einen, nun sagen wir etwas weniger kultivierten Gesprächspartner begegnen, als ich einer bin, ...“ „des so länger Ihr bleibt, des so höher wird diese Wahrscheinlichkeit, so hoffe ich, dass Ihr einen angenehmen Aufenthalt bisher hattet?“ „Wenn Ihr verarbeitete Produkte wünscht, so biete ich Euch an, dass Ihr aus den Präzisionswerkzeug für Heiler, den Goldenen Gamser und die vorbearbeitete Ware Stahlbarren zwei auswählt, Ihr könnt natürlich auch als Beispiel die zweifache Menge an Stahlbarren dabei wählen und dazu bekommt Ihr die in Mythodea einzigartige Handelsware Obsidian, für Euer Holz, das Werkzeug und Zement.“

 

Wolf hielt Ihm die linke Hand zum möglichen Abschluss hin, ohne zu groß mit seiner Körpersprache darauf hinzudeuten, hielt er mit seiner rechten Hand den Knauf seiner Waffe fest. Er vermutete, dass das genau die nötige Menge an Drohung war, um den Gast aus Porto Leonis zum Kompromiss zu zwingen. Dieser müsste auch schon längst bemerkt haben, dass Wolf immer ein Kettenhemd trug.

Wolfs Gegenüber schien zu überlegen, er atmete tief durch. Er wirkte irritiert schien kurz die Umgebung abzumessen.

Emardan: „Dann vergessen wir das Obsidian?! Roheisen, Stahl und Heilerwerkzeug gegen Holz, Werkzeug und Zement. Für das Obsidian, gelagerte unbearbeitet Stämme?“

 

Er hielt seinem Gegenüber die rechte Hand hin und machte unsicher ein paar Schritte auf Wolf zu. War es Absicht gewesen oder nur Unaufmerksamkeit? Der Gesandte aus Porto Leonis überbrückte dabei die Distanz, um ein Schwert sinnvoll einzusetzen. Er trat zu nahe an Wolf heran. Wolf fasste mit seiner linken Hand die Schulter von Emardan. Ein kurzer Moment verstrich. Er ließ seinen Waffenknauf mit der rechten Hand los und packte die rechte Hand von Emardan zum Abschluss des Geschäfts.

 

Wolf: „Gut, so soll es sein.“ „Lasst mich Euch noch etwas schenken.“ Wolf winkte jemanden herbei. „Nun, dann noch eine kleine Aufmerksamkeit. Ich hoffe, er hat Euch gemundet.“ Es war eine Kiste des Goldenen Gamser. „Gerne können wir vor Eurer Abreise noch einen davon gemeinsam nehmen.“

 

Wolf hörte ein leises Rascheln am linken Arm seines Gegenübers.

Emardan: „Hervorragend, auf das gute Geschäft. Ich habe natürlich auch etwas für euch. Grüne Sauce, eine Algenspezialität.“

 

(Originaltext: Facebook-Nachrichten mit Gregor Wolf)

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