Herzlich Willkommen bei der IG Söldnergilde Waldsolms
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Der Untergang des alten Reichs

 

Es begann mit einem Gerücht im Osten. Es ging um, dass der Feind in die Ländereien eingefallen wäre, mit einer neuen und unbezwingbaren Waffe aus Feuer. Wenn dem doch nur so gewesen wäre. In Wahrheit war es eine viel mächtigere Bedrohung, die das Königreich ins Dunkle führte.

Geschichten über Feuer und Tod erreichten immer häufiger die Ohren aller, die im Westen lebten. Truppen wurden mobilisiert und für den Krieg gegen Kämpfer und Magier ausgerüstet.

Eines Tages drangen keine Geschichten mehr von den Städten im Osten nach Westen, wie ob alles was östlich des großen Sees lag verschlungen worden wäre. Die zum Schutz des Ostens entsandten Truppen kehrten nie wieder zurück. Angst verbreitete sich.

Alle bereiteten sich auf das Schlimmste vor und dann brach es auch über den westlichen Teil des Reiches herein. Zuerst Nebel, dann eine erschreckende Stille und dann kamen sie, Drachen.

Große uralte Wesen, schon längst in das Reich der Legenden verbannt und nur aus Gerüchten von fremden Ländern, wo sie als Götter verehrt werden sollen, noch wahrhaft bekannt.

Wo die Drachen her kamen ist umstritten. Haben die Zwerge zu tief gegraben, haben die Elfen oder Magier sie durch ein missglücktes Ritual herbei gerufen oder kamen sie von einen, bis heute noch unbekannten Ort? Keiner kennt bisher die Wahrheit. Erschreckender Fakt ist nur, sie kamen.

Ach wären die Feinde doch nur Menschen, Orks oder Magier gewesen. Tod und Zerstörung überzog nun das ganze Reich. Zwerge, Elfen und Menschen vereinigten ihre Truppen und kämpften tapfer Seite an Seite um ihre Existenz. Für jeden Drachen der starb, starben unzählige mutige Krieger.

Es wurde versucht, ein Abwehrbollwerk gegen die Drachen zu errichten, als durch einen Hochweg verbundener Festungsbund ausgebildet, doch die Zeit, die eine Fertigstellung benötigt hätte, war nicht mehr da. Gelder, Ressourcen und Menschenmaterial schwanden dahin, das Land verfiel ins Chaos.

Doch als alles verloren schien, in finsterster Stunde gründeten einige der heldenhaftesten Recken einen neuen Bund, der Bund der Blutdrachenkrieger. Die Blutdrachenkrieger gingen neue Wege um gegen die Drachen zu kämpfen. Statt offenen Konflikts bauten die erfindungsreichsten Zwergeningenieure Fallen. Städte, die keinen Schutz vor Drachen boten, wurden umgerüstet, um Drachen unter sich zu begraben, tödlich für die Drachen und diejenigen, die den Heldentod starben, um diese Fallen zu aktivieren. Das Blatt wendete sich.

Zum Ende hin zogen alle, noch des Kampfes Fähigen, gegen den letzten Drachenhorst,  tief im Osten des Landes. Kaum ein drittel kehrte wieder zurück, doch die Drachen wurden vernichtet.

 

 

Das Land, gebrandmarkt und gezeichnet verfiel in die Gesetzlosigkeit. Alle alten Machtstrukturen waren zerschlagen. Auf Grund der Vorkommnisse wendeten sich fast alle Überlebenden, während des Krieges gegen die Drachen, von ihren gewohnten Göttern ab. Geschichte wurde vergessen oder ist verbrannt, nur die wenigsten versuchten das alte Reich, als solches, was es einmal war, wieder aufzubauen, doch zu meist vergebens. Viele Städte und ganze Landstriche, wie auch Wälder wurden vernichtet. Ganze Adelsgeschlechter wurden ausgelöscht oder sind geflohen.

Neue Städte wurden errichtet, Wälder gepflanzt und Fürstentümer, Baronien und Königreiche gegründet. Bis auf einzelne Flecken gibt es das was vorher einst war nicht mehr und so verlor das Land auch seinen Namen.                               

Östlich des großen Sees ist das Schicksal der Ländereien nicht bekannt, westlich dieses Sees nennt sich das größte Land nun Unterwald und es herrscht aller Orts immer noch Krieg. Selbst der gewaltige See selber verlor seinen Namen und heißt nun Thuner-See, benannt nach der neuen Hauptstadt des Reiches Thun, Thuna.

 

 

(Originaltext: Gregor Wolf, aktualisiert 13.12.2015)

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