Herzlich Willkommen bei der IG Söldnergilde Waldsolms
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Markus de Rotschild (verst.)

Werdegang:

Geboren, 1198, in Waldsolms. Sohn des Großmeisters Berthran de Rotschild, Leiter der Söldnerschule Arnsburg, dieser gab all seine Adelstitel ab und trat der Söldnergilde als Großmeister bei.

Dies geschah Anfang des Jahres 1216, davor war Markus Vater das Familienoberhaupt seines Adelsstammes.

Markus war der jüngste Sohn Berthrans und wuchs als behütetes Adelskind auf. Als jüngster Sohn sah er keine Möglichkeit zu Ruhm zu kommen, deshalb und dank seines Vaters tat er es seinem Vater gleich und trat der Gilde bei.

Er stammte aus dem Herkunftsgebiet der Adelsfamilie Königsstein im Königreich Waldsolms, Region Unterwald.

Der Adelsname Königsstein wurde bei ihm und seinem Vater durch den Gildennamen „de Rotschild“ ersetzt. Der Gildenzusatz „de Rotschild“ stammt vom großen roten Rundschild seines Vaters.

Markus träumte vom Ruhm vergangener Tage. Er wollte den berühmten Blutdrachenkriegern einer anderen Adelsfamilie Unterwalds nacheifern.

Die Vorfahren der Blutdrachenkrieger opferten sich einst selbst, um eine Dracheninvasion zurückzuschlagen, die das alte Reich zerstörte, welches sich auf dem Gebiet des heutigen Waldsolms befand.


Die Politik des Landes und die adeligen Ränkespiele interessieren Markus nicht und er reagierte aggressiv oder beleidigt, wenn er in diese Richtung angesprochen wurde. Genauso merkte man ihm an, dass er sehr stark von sich und seiner Herkunft eingenommen war.  Er wirkte gegenüber anderen eher arrogant. Sein Verhalten gegenüber Mitgliedern der Söldnergilde war aber stets herzlich und voller Ehrfurcht.

Auf der Expedition zur Burgruine Hohenfall, im Spätsommer des Jahres 1216, sollte er, mit Aussicht auf einen Posten als Großmeister der Söldnergilde, unterstützt von Gregory de Wolf die Herrschaft der Burg übernehmen, als provisorischer Burgherr. Dabei verstarb er. Er wurde gerichtet von seinem eigenen Leibwächter, der sich nicht mehr anders zu helfen wusste, als Markus, anscheinend von einem dunklen Wahn befallen, sich entgegen jeder Vernunft verhielt und sich selbst und Andere in Gefahr brachte. Als Konsequenz daraus wurde zwar durch die Gildengerichtsbarkeit dieser namenlose Leibwächter ebenfalls Hingerichtet, aber für Markus de Rotschild kam jede Hilfe zu spät.

 

Seine sterblichen Überreste wurden nahe der Burg Hohenfall begraben.

Nachruf für Markus

Wolfs Rede, am Grab von Markus de Rotschild:

 

Ich hatte einen Traum, dass alle Elfen und Kobolde, Menschen und Zwerge, Orks und Magier Seite an Seite für die selbe Sache Einstehen, Kämpfen und Bluten werden.

Doch mein Traum scheint gescheitert.

 

Markus de Rotschild war ein junger Mann, dessen ganzes Leben noch vor ihm lag. Er wünschte sich mehr zu sein, mehr als nur ein adeliger Jüngling, der seine Bediensteten herum scheucht.

Er träumte davon ein Held zu sein, ein Held, wie es die Blutdrachenkrieger einst waren. Er wollte mehr sein für sich und für andere, doch diese Welt zeigte ihm, dass sie keine Helden will. Diese Welt will Blut und Tod. Leid und Furcht, doch ich sage, Nein. Auch dazu, Nein ein Held zu sein, wir brauchen Elite, Verbundenheit, Brüderlichkeit um dieser Welt zu trotzen, um Blut, Tod, Leid und Furcht den Kampf an zu sagen.

 

[einen Momentlang betroffenes Schweigen]

 

Bevor wir aufgebrochen sind unterhielt ich mich mit Markus de Rotschilds Vater, er sagte zu mir, „pass auf ihn auf, er weiß zwar nicht, wie man sich außerhalb eines Gehöfts benimmt, aber in ihm schlummert ein großes Herz“. Sein Vater erzählte mir von seiner Kindheit und wie er sein erstes Holzschwert bekam.

Niemand wird für Markus de Rotschild eine Statur errichten, wie für den großen Ragna de Bär, doch viele, die ihn näher kannten, werden um ihn weinen. Er war ein Sohn, ein Bruder, ein Freund und ein Mitglied unserer Gemeinschaft.

 

Mir fällt nun die Aufgabe zu, zu seinem Vater zu reisen, ihm vom Tod seines geliebten jüngsten Sohnes zu berichten. Ihm zu sagen, dass der Vater das Kind überlebt hat und wo dessen Leichnam begraben liegt.

 

Ihr Freunde bleibt an diesem Ort, trauert um einen Bruder, der viel zu kurz einer unter Gleichen war und dem nie die Zeit gegeben war, zu lernen, was dies wahrhaft bedeuten sollte.

Baut eine Söldnerschule an diesem Ort auf, in gedenken an Markus, unserem Bruder.

(Originaltext: Gregor Wolf, aktualisiert 19.01.2017)

Der Herold des Drachen

Ein alter Geist, aus der Zeit der Dracheninvasion

 

 

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