Herzlich Willkommen bei der IG Söldnergilde Waldsolms
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Der Charakter im Laufe der Zeit - Befugnisse, persönliche Schreiben, Schriftrollen, ...

2017

Geschichte

Wolf geht mit Amom in den Wald zu Amoms Hütte:

Amom wirkt klar bei Verstand, aber schweigsam.

Etwa 300 Schritt vor der Hütte hängt ein Körper am Baum. Ihn zeichnen Schnitt- und Bissspuren, … einige Körperteile sind deformiert.

 

Wolf meint: -Bestimmt Räuber und dann wilde Tiere, die sich da am Leichnam vergangen haben.-

 

Sie gehen weiter.

Etwa 100 Schritt vor der Hütte ist ein Torso umgestülpt auf einen Ast gebunden. Die restlichen Gliedmaßen sind mit Ästen durchlöchert und hängen an den umstehenden Bäumen.

 

Wolf überkommt ein unangenehmer Gedanke. -Amom wird doch nicht-

 

Kurz vor der Hütte steigt ihnen ein widerlicher, süß/ bitterer Geruch in die Nase. Die Augen tränen. Sie ziehen sich die Hemden über die Nasen.

 

Wolf bettet inständig, es möge nicht noch schlimmer kommen.

 

Wir folgen einer Schleifspur und kommen an der Hütte an.

Wolf bietet sich ein Bild des Grauens … er hatte schon viel gesehen … aber DAS.

Der Vorplatz der Hütte ist in etwa einen Umkreis von 15 Schritt in Blut getränkt, jeder Schritt klebt an den Sohlen.

Die Bäume sind bis auf die dreifache Größe von Amom mit Blut beschmiert, es wurden Augen und zusammenhanglose Wörter tief in die rot klebende Rinde eingeritzt. In einigen Bäumen sind verwesende Körper eingearbeitet … Goldbraune Bienen surren um die Körper und kriechen durch Löcher in sie hinein.

Eine mannshohe Barrikade ist aus Ästen und Körperteilen improvisiert errichtet worden. Ein Zaun. Zwischendurch hängen Eingeweide um den Zaun zu verstärken. Ein Blick nach oben lässt das Sonnenlicht nur erahnen. Ein durch Häute geflicktes Leinentuch hängt schwer zwischen den Bäumen gespannt … es tropft Blut.

Jeder Schritt auf die Hütte zu wird klebriger.

Manchmal knackt etwas und Wolf weiß … es war kein Ast.

Er setzt den Fuß weiter und rollt etwas weg, was ein Arm sein könnte. Die Haut reißt auf und Maden fallen auf seinen Stiefel.

 

Die Tür ist ein mit abgeschnittenen Gesichtern benagelter Turmschild. Sie ducken sich und gehen in die Hütte. Diese ist überraschend sauber und aufgeräumt. In einer Ecke liegen Waffen und Schilde aller Art … zerbrochen … verbogen.

In einer anderen Ecke liegen Rüstungen und Wappen, die Lederbänder zerrissen … abgeplatzte Nieten … stark verformt.

Diese Rüstungen sind mit purer Gewalt von ihren Trägern entfernt worden.

 

Ein Haufen blutiger Blätter und Kleidungsstücke sollen wohl Amoms Schlafstätte darstellen. Sein Streitkolben liegt auf dem Boden.

Hier und da steht eine Flasche mit einer hellbraunen Flüssigkeit.

Sporadisch sind andere Wertgegenstände und Besitztümer in Taschen gepackt.

 

Amom seufzt … und Wolf schaut ihn nachdenklich an.

Wolf kann das Unbehagen in seinen Augen förmlich spüren.

2018

Volksmärchen

 

Das Märchen vom roten Haus im Wald:

 

Also Kinder gibt gut acht,

ein Märchen, ich euch mitgebracht.

 

Hört gut hin und passt gut auf,

sonst schnappt euch noch die listig Laus.

 

Im Wald war´s ach so schön und leer,

seit kurzem geht dort Schrecken her.

Niemand ist mehr sicher dort,

herrscht nur noch Schlachten, Tot und Mord.

 

Einst sagte sich dort Fuchs und Maus,

gute Nacht,

dass ist nun aus,

dort lauert heut die listig Laus.

 

Der Förster Recke und Lord Glanz,

fanden dort den Totentanz.

Und auch ihr Kinder gebt gut acht,

sonst hat die Laus euch umgebracht.

 

Das rote Haus es schaudert sehr,

ein blutig Rot, gar Gall und mehr.

 

Lässt ewig Ruh dir Zukunft sein,

gehst du in diesen Wald hinein.

Mein Kind lass sein, dass renn hinein,

allein im Wald,

wird´s sonst dein letztes Stündlein sein.

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